Die 12-jährige Maja möchte bei einer Ferienfreizeit in ihrer Gemeinde dabei sein. Das geht aber nicht. Warum? Sie hat eine geistige Behinderung und Bewegungsbeeinträchtigungen. Der 9-jährige Paul sucht eine Gruppe in der Freizeit. Er möchte in die Natur, vielleicht Reiten oder mit Holz arbeiten. Das geht aber nicht. Warum? Er hat eine seelische Behinderung. So oder so ähnlich erzählen Eltern immer wieder von ihren fruchtlosen Bemühungen Plätze in „normalen“ (Ferien-)Freizeiten für ihre Kinder zu ergattern. Unabhängig davon, ob sie Assistenz oder Pflege brauchen oder auf den Rollstuhl angewiesen sind. Warum diese Ablehnung? Wieso trauen sich viele Anbieter nicht zu, ein Kind mit Behinderung mitzunehmen?
Die Katholische Jugendagentur Leverkusen, Rhein-Berg, Oberberg gGmbH (KJA LRO) schließt sich auch in diesem Jahr der Aktion Mensch und ihrem Aktionstag gegen die Diskriminierung von Menschen mit Behinderung an. Denn in den Servicestellen „InBeCo“ und „Serv In“ wird täglich daran gearbeitet, die Barrieren für die Teilnahme behinderter Kinder wie Paul und Maja abzubauen. Die Mitarbeiterinnen fordern Veränderung, Wandel und Erneuerung von Argumenten, Einstellungen und Strukturen für Inklusion ein, in den eigenen Einrichtungen des Trägers und von allen, die sich für die Ferien- und Freizeit von Kindern und Jugendlichen engagieren.
Was haben wir vor: Am 05. Mai 2020 ist der Europäische Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Die KJA LRO erinnert nicht nur an diesem Tag, sondern in der ganzen Woche vom 04. bis zum 10. Mai an Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihrer Behinderung nicht selbstverständlich an Freizeit, - Sport und Ferienangeboten teilhaben können. Damit unterstützt die KJA LRO auch die Kampagne der Aktion Mensch, die seit vielen Jahren den 05. Mai zum Anlass nimmt, um auf die Barrieren für Teilhabe hinzuweisen. Dieses Jahr lautet das Motto: „Inklusion von Anfang an. Los geht's. Mit Dir!“
Unsere Idee: Die Aktionswoche erreicht alle Menschen, die bei der KJA LRO in der Verantwortung für Kinder und Jugendliche stehen. Ob im Jugendzentrum in Kürten, im Offenen Ganztag in Bergisch Gladbach-Sand oder im Burscheider Jugendbüro, die Teilhabe aller ist das Thema der Woche. 50 Einrichtungen und Projekte bekommen hierfür eigens geschnürte Pakete geschickt. In ihnen finden die Mitarbeiter*innen neben Aufklebern und Buttons, einen extra entwickelten „SpInkzettel für die Hosentasche mit Impulsen und Hinweisen zur alltagstauglich umsetzbaren Inklusion für alle Mitarbeiter*innen“ und noch vieles mehr.
Da die Corona-Pandemie einen persönlichen Austausch leider nicht möglich macht, gehen wir andere Wege und werden weitere Aktionen in dieser Woche virtuell stattfinden lassen. Am 05. Mai laden unsere Fachfrauen für Inklusion an ihren Online-Stand ein und beantworten Ihre Fragen. Jeden Tag wird eine Einrichtung der KJA LRO mit ihrem persönlichen „Inklusions-Fußabdruck“ vorgestellt. Und morgendliche Impulse werfen ein Schlaglicht auf verschiedene Barrieren, regen zum Mitmachen und Nachdenken an.
Haben wir Sie neugierig gemacht? Dann melden Sie sich gerne bei mir oder Nadine Diab-Heinz, unserer Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, unter: NadineDiab-Heinz@kja.de